Fanatic Stingray 125: Windfoiling plus Wingfoiling

Umbau des Fanatice Stingray LTD 125 Windfoil Boards zu einer eierlegenden Wollmilchsau.

Das Fanatic Stingray ist ein super Windfoil Board. Im Prinzip ist es ein gemäßigter Racer bzw. Free Foil Board. Neulich hatte ich probiert, mit einem etwas größeren Kitefoil Flügel (Nobile Zen Carbon Surf / 1300cm²) und einem Wing zu Wingsurfen.

Das Wingsurfen hat durchaus funktioniert, allerdings schien es wünschenswert, den Flügel etwas weiter vorne zu befestigen, damit die Angleiteigenschaften/der Trimm verbessert wird.

Der Umbau

Also ab zum Shaper und die Fräse bemühen:

Das Ergebnis

Es funktioniert. Das Fanatic Stingray LTD 125 ist ein Wingfoil Longboard. Es gleitet mit einem vergleichsweise kleinen Hydrofoil (Nobile Zen Carbon Surf / 1300cm²) früh an. Die Kontrolle ist super, Touchdowns bremsen nicht und man schwebt sofort wieder.

Windfoilen

Die zusätzlichen Finnenboxen beeinträchtigen weder Stabilität noch Fahrverhalten beim Windfoilen. Ein Experiment mit positivem Ausgang war die Verwendung des Nobile Zen Carbon Surf mit einem Surfrigg (Gunsails „Raise“ in 6 m² bzw. 8 m²).

Weil die Fuselage im Vergleich zu reinen Windfoils kurz ist, und der Flügel praktisch direkt am Mast sitzt, funktioniert Windfoiling mit diesem Flügel nur durch die Montage weiter vorne.

Es funktioniert. Der Zen Carbon Surf ist ein vergleichsweise langsames Foil mit starkem Lift. Genauso verhält es sich beim Windfoilen, der Lift setzt früh ein, man kann recht langsam schweben. Der Trimm ist interessant, durch die Mastposition weiter vorne als bei typischen Windfoils. Damit lässt sich das Board sehr leicht über die Vertikalachse drehen, es ist sehr wendig.

Wingfoilen

Auch das funktioniert gut. Es ist ein „Wingfoil Longboard“, das sehr gut angleitet. Die gegenüber einem einen Wing-SUP Board zusätzlichen 30 cm Länge stören nicht. Ich hatte das Board mit 4.3 Wing in Böen bis 7-8 Bft gefahren, auf dem Zwischenahner Meer waren dabei Kickerwellen von ca. 50 cm Höhe, die sich gut fahren und auch abreiten ließen.

Sicherlich ist ein Board von 2,2 Meter Länge nicht für wilde Tricks oder Loops prädestiniert. – Zum Cruisen, auf Strecke und bei grenzwertigem Wind kann die Länge und damit verbundene gute Fahrstabiltät als Vorteil verbucht werden.

Fazit

Für mich ist der Umbau eine lohnende Investition gewesen, weil ich halt kein weiteres Board im Auto kutschieren muss. Gerade Einsteiger oder Leute die nicht über 100 Mal im Jahr auf das Wasser kommen, dürften von dem Konzept profitieren.

Der Doppelnutzen des Wings für Kitefoil, Wingfoil und Windfoil ist für mich persönlich eine Überraschung, das funktioniert besser als erwartet.