Testbericht Nobile Infinity Foil Splitboard

Nobile Infinity Foil Splitboard

Nobile Infinity Splitboard Foilboard

Nobile Infinity Splitboard Foilboard

Das Nobile Infinity Foil Splitboard bietet mit geringem Packmaß die Kombination von Hydrofoil- und Waveboard. Mit  maximal 90 cm in einer Rolltasche lässt sich das Gerät mit vielen Fluggesellschaften als Normalgepäck preisgünstig befördern.

Doch wie ist das mit einer solchen Kombination? Kann es ein gutes Waveboard sein und gleichzeitig ein gutes Hydrofoil Board?

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Das Wochenende vom 1. Oktober bietet mir in Schillig Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen. Der Wind ist am unteren Limit und als Schirm kommt der 15er Flysurfer Boost-2 zum Einsatz.

VERARBEITUNG Tasche

Die reisefertige Rolltasche ist toll ausgestattet und die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck.

Gut gemacht: Rollkoffer reicht für Board, Foil Schirm und Neo:

Nobile Infinity Foil Splitboard Rolltasche

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Für das Foil, Finnen, Schrauben und Werkzeug ist eine praktische Organizer Bag enthalten.

Das begeistert: tolle Organizer-Tasche!

Nobile Infinity Foil Splitboard Organizer Bag

Das Split-Board

Die Verarbeitung des Nobile Infinity Foil Splitboard ist hervorragend. Leicht lassen sich die Hälften zusammenfügen und mit den Arretierungsbügeln fixieren. Die Arretierungen werden über eine Gummiklappe gegen Schmutz geschlossen.

Auch die Demontage ist leicht und unkompliziert.

Die Foil-Base taugt für ein Platten-System mit Lochmaß 165×90 mm. Mit M6 Schrauben lässt sich das Foil schrauben. Es gibt jedoch nur eine Position für das Foil.

Die Schlaufen wirken zunächst relativ schmal, mit Schuhgröße 43 und Neoschuhen gab es aber kein Problem.

Leider sind die Positionen für die 3 Schlaufen „fix“. Eine Veränderung des Trimms ist damit also nicht möglich, denn die Standweite ist vorgegeben. Für meinen Geschmack ist der Stance zu breit. Ich bin halt nur knapp 1,8 Meter groß. Doch für jemanden mit +1,9 Meter oder einen Fahrer mit Präferenz für einen breiten Stand ist es OK. – Nobile sollte hier vorne 2 Schraubpositionen für breitere Fußschlaufeneinstellung und hinten 2 Schraubpositionen als alternativen Stance nachbessern.

Nobile Infinity Foil Splitboard im Vergleich zu Flyboard Prototyp img_9675 img_9673

img_9707Bei den Details wird nicht gespart, die Finnen des Nobile Infinity Foil Splitboard sind sehr leicht und schick, drinnen mit Honeycomb für Gewichtsersparnis gefertigt.

 

FAHREIGENSCHAFTEN als Waveboard

Das Nobile Infinity Foil Splitboard geht super los und die Kanten greifen gut beim Höhelaufen. In Manövern gilt es Speed zu halten. Das Board hat kaum statischen Auftrieb. Darum muss der Löffelbug mit ausreichendem Speed durch die Kurve gebracht werden. – Dem Fahrstil schadet das nicht, es braucht aber eine gewisse Sicherheit im Manöver.

Beim Testen gab es typischen Nordsee-Chop. Dabei kommt Spray hoch, so dass das Board etwas naß fährt.

Positiv: gleitet super an, guter Kantengriff.

Negativ: fährt etwas naß

FAHREIGENSCHAFTEN als Hydrofoil Board

Man könnte unken, dass die Anforderungen an das Board beim Foilen gering sind da man ja sowieso schwebt. Dem ist aber nicht so.

Ein Foilboard beurteile ich nach den Kriterien:

  1. Startkomfort (Hebelkräfte, Trimm, vor allem bei Schwachwind)
  2. Dynamischer Auftrieb (Tendenz zum Unterschneidendes Bugs?)
  3. Verschneiden in Wellen (Angekantetes Board sollte sich neutral bei Wellenkontakt verhalten)

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  1. Startkomfort: Das Nobile Infinity Foil Splitboard hat kaum Auftrieb, dadurch lässt es sich beim Starten schön unter die Wasseroberfläche ziehen, so dass es nicht in den Leinen stört, und einen guten Widerstand gegen die Leedrift bietet. Dieses Kriterium ist nach meiner Erfahrung im untersten Grenzbereich wichtig, wenn der Wind kaum für einen Relaunch des Kite reicht. Denn ein Verhindern der Leedrift gibt das letzte Quentchen Kraft, um den Kite zu starten.
  2. Dynamischer Auftrieb: bezüglich des dynamischen Auftriebs des Nobile Infinity Foil Splitboard gibt es nichts zu meckern denn der Löffelbug und ein guter Scoop sorgen dafür, dass das Board nicht eintaucht, sobald man auf die Wasseroberfläche trifft. Beim Test habe ich immer wieder das Board auf die Wasseroberfläche geklatscht um Unterschneiden zu provozieren, was nicht gelang.
  3. Verschneiden: Ein Verschneiden konnte ich bei den gegebenen Bedingungen nicht feststellen allerdings waren keine höheren Wellen vorhanden.

FAHREIGENSCHAFTEN des Nobile Hydrofoils

Der Nobile Infinity Foil Splitboard Flügel ist einfach zu fahren. Start, Höhelaufen und Geschwindigkeit gehen absolut in Ordnung. Der Strömungsabriss, wenn z.B. der Foil zu weit aus dem Wasser gehoben wird, ist recht abrupt (ist wohl dem geraden Flügel geschuldet). Aber für einen geübten Fahrer ist das kein Problem und ein Anfänger wird den Flügel nicht so hoch fahren.

Nobile Infinity Foil Splitboard mit Levitaz Elements FoilFazit:

Das Nobile Infinity Foil Splitboard ist hervorragend verarbeitet. Die Ausstattung des Sets mit Hydrofoil, Rolltasche und Organizer ist tadellos. Einziger Wermutstropfen ist die fehlende Trimmmöglichkeit für Foilposition und Fußschlaufen. Aber für mich war der Trimm sowohl als Waveboard, als auch Foilboard mit dem mitgelieferten Nobile Foil und mit dem Levitaz-Elements Foil OK. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die fixe Position des Foils ein Problem ist. Lediglich die Position der hinteren Schlaufe ist für mich zu weit achtern.

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